Programm
NUR EINE FRAU + Filmgespräch mit Louise-Otto-Peters-Gesellschaft
1954 hatte Hedda Zinner mit ihrem Roman „Nur eine Frau" in der DDR großen Erfolg. Vier Jahre später, 1958, wurde der gleichnamige DEFA-Film uraufgeführt. Ein ganz besonderer Film aus der jungen DDR, der mit aufwändigen Kostümen, bezaubernder Filmmusik und opulenter Kulissse überzeugt und von einer der zentralen Vertreterinnen der bürgerlichen Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts erzählt: Louise Otto-Peters, Dichterin, Schriftstellerin, Journalistin, 1848er-Demokratin und Frauenrechtlerin. 1819 in eine bürgerliche Familie in Meißen geboren, überschritt sie als Frau viele Grenzen der modernen, patriarchalen Welt des 19. Jahrhunderts - davon erzählt dieser außergewöhnliche Spielfilm mit künstlerischer Freiheit.
THE BEAUTY OF BALLROOM (OmU)
Inspiriert von der schwarzen und lateinamerikanischen Underground-Ballroom-Kultur New Yorks gründen Sun, Teddy und Xyza Ballroom-Communities in Südostasien – als sichere Zufluchtsorte vor Homophobie, Transfeindlichkeit, Colorism und HIV-Stigmatisierung. In Malaysia flieht Teddy vor der Gewalt seines Vaters und kämpft in einem homofeindlichen Land darum, er selbst zu sein. Im Ballroom findet er nicht nur Selbstbestätigung, sondern auch die väterliche Nähe, nach der er sich so sehr sehnt. Die Filipina Xyza träumt davon, Model zu werden – doch man sagt ihr, mit ihrer dunklen Haut sei das unmöglich. In den internationalen Ballroom-Communities findet sie schließlich zu ihrem Selbstvertrauen. Mit neu entfachtem Feuer kehrt sie auf die Philippinen zurück, um dort eine Community aufzubauen, in der sich alle schön und geliebt fühlen können – unabhängig von Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität.