Reihe GEWERKSCHAFTSKINO: STREIK (OmU)
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Karl-Heine-Str. 83, Leipzig, 04229
Veranstaltungsreihe
Reihe GEWERKSCHAFTSKINO:
In unserer Filmreihe zeigen wir an vier Terminen im Januar und Februar 2026 Spiel- und Dokumentarfilme rund um Arbeitskämpfe, Solidarität und gesellschaftliche Auseinandersetzungen – gefördert von ver.di und DGB. Die Filme beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf Menschen, die Verantwortung tragen, Missstände sichtbar machen oder sich gemeinsam organisieren. Die Veranstaltung begleiten wir mit Kolleg:innen, die in Leipzig unmittelbar in aktuellen Arbeitskämpfen stecken. Vier Filme, viele Blickwinkel – und jede Menge Gesprächsstoff und gelebte gewerkschaftliche Solidarität.
STREIK
Drama Frankreich 2018, 114 min, FSK 12, OmU
Regie: Stéphane Brizé
Mit: Vincent Lindon, Mélanie Rover, Jacques Borderie, David Rey
Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend Mitarbeiter:innen schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, um ihre Jobs zu erhalten, und trotz Rekordgewinnen in der letzten Bilanz, will die Firma, die inzwischen einem deutschen Konzern gehört, das Werk dicht machen. Gemeinsam und solidarisch wollen die Arbeiter:innen gegen die Schließung des Werks protestieren. Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amédéo führt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter der heftig kämpfenden Arbeiterschaft zu Auseinandersetzung führt.
Der Film liefert ein eindringliches Porträt von Solidarität, Verzweiflung und Kampf um Gerechtigkeit. Stéphane Brizé, dessen Film DER WERT DES MENSCHEN (2015) in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet wurde, setzt auch in seinem Film STREIK als Hauptdarsteller auf Vincent Lindon, der als unbeugsamer Kämpfer für Gerechtigkeit an seine Grenzen geht.