Hommage an Rosa von Praunheim

Am 17. Dezember 2025 starb Rosa von Praunheim im Alter von 83 Jahren in Berlin – einer der streitbarsten und einflussreichsten Filmemacher des deutschen Queer Cinema. Mit über 150 Filmen prägte er Jahrzehnte lang das Bild schwuler und queerer Lebenswirklichkeit, immer provokant, immer politisch. Wir erinnern mit zwei Filmen, die zusammen ein einzigartiges Doppelporträt ergeben: In „Stadt der verlorenen Seelen“ (1983) explodiert Berlin als greller, anarchischer Kosmos – ein Ort, an dem Außenseiter und Exzentriker für einen Moment so etwas wie Heimat finden. Sechs Jahre später, in „Überleben in New York“ (1989), folgt von Praunheim drei deutschen Frauen in das New York der späten Reagan-Ära. Beide Filme teilen die Faszination für das urbane Überleben am Rand der Gesellschaft, für Menschen, die sich ihren eigenen Platz in einer feindseligen Welt erkämpfen – mit Witz, Trotz und einem unerschöpflichen Willen zum Leben.

Zu diesem Anlass laufen im Cineding am 24. April 2026 zwei ihrer Filme: Stadt der verlorenen Seele und Überleben in New York. VIel Spaß!